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Von TraderFox
12. Dezember 2019

Die amerikanischen Aktienmärkte konnten am Mittwoch nach der Fed-Sitzung ihre Rallye auch dank anhaltender Hoffnungen auf einen "Deal" zwischen den USA und China fortgesetzt. Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index kletterte in diesem Umfeld dabei um gut 0,3% und schloss bei 19.370 Punkten. Beratungsgeschäfte bei MAXIMUS bleiben mit einem konjunkturabhängigen Wachstum von zuletzt 22% in Q3 äußerst robust. Softwareanbieter Jack Henry unterstützt mit strategisch wichtigen Zukäufen seinen Kurs und erzielt mit seinen Digitalisierungsgeschäften hohe Margen.

Kaum verändert bei 73,70 USD zeigte sich am Mittwoch im TraderFox-Index die MAXIMUS-Aktie. Das US-Unternehmen ist als weltweiter Dienstleister im Wesentlichen für öffentliche Institutionen tätig und spürt dabei kaum konjunkturellen Gegenwind. Allein im 3.Quartal konnten die Erlöse um beachtliche 22% auf 731 Mio. USD gesteigert werden. Ausschlaggegend für das dynamische Plus waren aber in erster Linie die im vergangenen Jahr von General Dynamics übernommenen und landesweit präsenten US-Informationsberatungscenter. MAXIMUS hatte damit sein amerikanisches Dienstleistungsgeschäft mit den Behörden deutlich ausgebaut. Zumal die Beratungsstellen unter anderem Verträge mit den US-Krankenversicherungsdiensten Medicare und Medicaid abgeschlossen haben. Letztlich unterhält das Unternehmen gerade mit Regierungsstellen meist langlaufende Verträge, die dann wiederum zu verlässlichen und immer wiederkehrenden Umsätzen führen. Das Wachstum der letzten 5 Jahre lag jedenfalls im Schnitt bei über 11%. Dabei konzentriert sich MAXIMUS bei seiner Beratertätigkeit vor allem auf digitale Transformationsprozesse sowie Fragen zur Gesundheitsversorgung und auch branchenspezifische Personalvermittlung. Zusätzlich betreut die Gesellschaft mit ihren über 29.000 Mitarbeitern weltweite Behörden auch bei IT-Projekten und Steuerfragen.

Außerhalb des Heimatmarktes hat das Management allerdings derzeit mit niedrigen Arbeitslosenzahlen vor allem in Ländern wie Australien und Großbritannien zu kämpfen. Da infolgedessen die Vermittlungs- und Betreuungsnachfrage deutlich sinkt. Dennoch dürfte MAXIMUS aufgrund der auf den öffentlichen Sektor zugeschnittenen Dienstleistungen auf Wachstumskurs bleiben. Das Geschäft selbst ist mit einer Gewinnmarge von 9% zudem sehr profitabel. Und für die nächsten 5 Jahre wird sogar mit einem durchschnittlichen Gewinnzuwachs von 12% gerechnet.

Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index ist ein Aktien-Index, der mithilfe von Qualitätskriterien aus den 20 operativ erfolgreichsten US-Unternehmen gebildet wird. Neben dem langfristigen Firmenerfolg und einer stabilen Geschäftsentwicklung müssen die Unternehmen sogenannte „Burggraben“- Eigenschaften aufweisen. Burggraben-Unternehmen zeichnen sich durch nur schwer angreifbare Geschäftsmodelle aus. Der Erfolg dieser Unternehmen zeigt sich in der Qualität verschiedener Kennzahlen, wie eine hohe und stabile Nettogewinnmarge, hohe Eigen- und Gesamtkapitalrenditen sowie stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

Am Mittwoch gab dagegen trotz positivem Marktumfeld die Aktie von Jack Henry im TraderFox-Index deutlicher nach und notierte am Ende bei 145,55 USD. Dabei ist der IT-Softwarespezialist, der hauptsächlich Digitalisierungs- und Automatisierungsprozesse amerikanischer Regional- und Genossenschaftsbanken unterstützt, weiterhin auf Rekordkurs. So legten die Umsätze im zuletzt abgeschlossenen 1.Quartal des neuen Geschäftsjahres erneut um 12% auf 438 Mio. USD zu. Das operative Ergebnis zog dank organischer Zuwächse und neuen Produktlinien sogar um 14% an. Wir sind erfreut, ein neues Rekordquartal bei Umsatz und Gewinn vermelden zu können, betonte dabei der Vorstand. Jack Henry hatte zudem im Juli den auf digitales Finanzmanagement spezialisierten Software-Anbieter Geezeo übernommen. Mit strategischen Akquisitionen will das Management in erster Linie sein Kerngeschäft gezielt voranbringen. In 2018/19 konnten dafür immerhin 57 Neukunden gewonnen werden. Und schon im Vorjahr hatte sich das IT-Unternehmen unter anderem mit den beiden Softwareproduzenten Agiletics und BOLTS Technologies verstärkt.

Von Jack Henry werden jedenfalls bereits über 11.300 US-Banken mit den ineinander greifenden firmeneigenen Softwareanwendungen betreut. Insbesondere bei automatisierten Online-Zahlungsvorgängen, Scheckeinlösungen oder auch Geldtransfers über Smartphones und Tablets. Und das solide Wachstum dürfte sich angesichts der weiterhin überragenden Marktstellung und der robusten Nachfrage in den kommenden Jahren kontinuierlich fortsetzen. Das Unternehmen ist zudem auch weiterhin schuldenfrei und kommt mit seinen Geschäften auf eine hohe Nettomarge von derzeit 18%. Allerdings ist die Qualitätsaktie bewertungstechnisch mit ihren KGV von 35 nach wie vor nicht billig zu haben.

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